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Zitate über Politik

Regierung, Demokratie und Staat.

Geprüfte Zitate

31 Zitate mit bekannter Quelle.

Der Mensch ist von Natur aus ein politisches Lebewesen.
Quelle: Politik, Buch I, Kap. 2
Wer grundlegende Freiheit aufgibt, um ein wenig vorübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.

Geschrieben in einem Steuerstreit mit den Eigentümern der Kolonie – der Kontext ist enger als der Slogan.

Quelle: Pennsylvania Assembly, Antwort an den Gouverneur (11. November 1755)
Ein Haus, das in sich uneins ist, kann nicht bestehen.

Lincoln zitierte das Evangelium (Mk 3,25).

Quelle: Rede in Springfield, Illinois (16. Juni 1858)
… dass die Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk nicht von der Erde verschwinde.
Quelle: Gettysburg-Rede (19. November 1863)
Mit Bosheit gegen niemanden, mit Nächstenliebe für alle …
Quelle: Zweite Antrittsrede (4. März 1865)
Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.

Er leitete es mit „Es wurde gesagt …“ ein – er zitierte, er erfand nicht.

Quelle: Unterhaus (11. November 1947)
CiceroBelegt
Das Wohl des Volkes soll das oberste Gesetz sein.
Quelle: Über die Gesetze III.8 („Salus populi suprema lex esto“)
Es ist viel sicherer, gefürchtet als geliebt zu werden, wenn man auf eines von beiden verzichten muss.
Quelle: Der Fürst, Kap. 17
Nichts ist schwieriger zu unternehmen, gefährlicher durchzuführen und ungewisser im Erfolg, als sich zum Anführer einer neuen Ordnung der Dinge zu machen.
Quelle: Der Fürst, Kap. 6
Patriotismus ist die letzte Zuflucht eines Schurken.

Gemeint war vorgeschobener Patriotismus, nicht Liebe zum Land.

Quelle: Boswell, Das Leben Samuel Johnsons, 7. April 1775
Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind.
Quelle: Unabhängigkeitserklärung (1776)
Die einzige Freiheit, die ich meine, ist eine Freiheit, die mit Ordnung verbunden ist.
Quelle: Rede bei seiner Ankunft in Bristol (13. Oktober 1774)
Die Gesellschaft ist in jedem Zustand ein Segen, die Regierung aber selbst im besten Fall nur ein notwendiges Übel.
Quelle: Common Sense (1776)
Sprich sanft und trage einen großen Knüppel; du wirst weit kommen.

Er nannte es ein westafrikanisches Sprichwort.

Quelle: Brief an Henry L. Sprague (26. Januar 1900)
Frag nicht, was dein Land für dich tun kann – frag, was du für dein Land tun kannst.
Quelle: Antrittsrede (20. Januar 1961)
Der Bogen des moralischen Universums ist lang, aber er neigt sich der Gerechtigkeit zu.

King griff einen Satz des Abolitionisten Theodore Parker (1853) auf.

Quelle: Rede in Montgomery (25. März 1965)
Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere.
Quelle: Farm der Tiere, Kap. 10 (1945)
Keine Angst haben und nicht stehlen.
Quelle: Seine berühmte Kurzformel für gutes Regieren („Nebát se a nekrást“)
Politik, Subst. Ein Interessenkonflikt, der sich als Wettstreit von Prinzipien tarnt.
Quelle: Des Teufels Wörterbuch (1911)
Demokratie ist die Theorie, dass das einfache Volk weiß, was es will, und es verdient, es ordentlich und hart zu bekommen.
Quelle: A Little Book in C Major (1916)
Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
Quelle: Nachtgedanken (1844)
Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.
Quelle: Leben des Galilei (1943)
Nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden … sondern durch Eisen und Blut.
Quelle: Rede vor der Budgetkommission (30. September 1862)
Otto von BismarckZugeschrieben
Die Politik ist die Lehre vom Möglichen.
Quelle: Gespräch mit Friedrich Meyer von Waldeck (11. August 1867)
Max WeberBelegt
Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.
Quelle: Politik als Beruf (1919)
Wir wollen mehr Demokratie wagen.
Quelle: Regierungserklärung (28. Oktober 1969)
Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.
Quelle: Radiointerview (10. November 1989)
Konrad AdenauerZugeschrieben
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?
Quelle: Mündlich überliefert
Helmut SchmidtZugeschrieben
Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.
Quelle: Wahlkampf 1980, später von ihm selbst als „pampige Antwort“ bezeichnet
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Quelle: Der Hessische Landbote (1834)
Karl MarxBelegt
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Quelle: Manifest der Kommunistischen Partei, mit Friedrich Engels (1848)

Berühmt, aber nicht von ihnen

Zitate zu diesem Thema, die meist der falschen Person zugeschrieben werden.

Abraham LincolnOhne Quelle
Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit, aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten.

Die Spur: Lincoln erst ab etwa 1885 zugeschrieben, zwanzig Jahre nach seinem Tod, ohne zeitgenössischen Beleg.

Nun ist der Winter unseres Missvergnügens …

Der echte Wortlaut: Mitten im Satz abgeschnitten. Richard III. fährt fort: „… glorreicher Sommer durch die Sonne Yorks“ – der Winter ist also vorbei.

Dante AlighieriNie gesagt
Die heißesten Orte der Hölle sind für jene reserviert, die in Zeiten großer moralischer Krisen ihre Neutralität wahren.

Tatsächlich: Populär gemacht von John F. Kennedy, der es Dante zuschrieb. Das Inferno setzt die Unentschlossenen zwar in die Vorhölle, aber dieser Satz steht nicht darin.

Wenn das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei; wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit.

Tatsächlich: Die Monticello-Stiftung fand keinen Beleg; der Satz taucht erst im 20. Jahrhundert auf.

Karl MarxVerfälscht
Die Geschichte wiederholt sich: das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce.

Der echte Wortlaut: Aus „Der achtzehnte Brumaire“ (1852): Hegel habe vergessen hinzuzufügen, dass sich alle großen Tatsachen zweimal ereignen, „das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce“.

Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.

Tatsächlich: Kein Beleg bei Bismarck. Eine frühe Fassung stammt vom amerikanischen Dichter John Godfrey Saxe (1869).