Methode
Wie wir Zitate prüfen
Zitate reisen schneller als ihre Quellen. Ein Satz heftet sich an einen berühmten Namen, tausend Zitatseiten schreiben ihn ab, und durch Wiederholung wird er „wahr“. DieZitate.de geht den umgekehrten Weg: Ein Zitat bekommt das Etikett „Belegt“ nur, wenn wir zeigen können, wo es geschrieben oder gesagt wurde.
Fünf Etiketten
- BelegtIn der Originalquelle nachgewiesen: im Werk, im Brief oder in der Rede.
- ZugeschriebenVon einer zuverlässigen Sekundärquelle überliefert, ohne Originaltext.
- VerfälschtBeruht auf etwas Echtem, aber der berühmte Wortlaut stammt nicht von ihnen.
- Ohne QuelleVielfach zugeschrieben, im Werk aber nie gefunden.
- Nie gesagtAuf jemand anderen zurückgeführt – oder später erfunden.
Wo wir suchen
Zuerst im Text des Autors selbst: im Buch, Drama, Brief oder in der Rede. Dann in verlässlichen Nachschlagewerken – den belegten Abschnitten von Wikiquote, dem Büchmann („Geflügelte Worte“), dem Yale Book of Quotations, autorenbezogenen Sammlungen und bei Garson O'Tooles Quote Investigator, wenn wir der Spur einer Fälschung folgen.
Originale und Übersetzungen
Deutschsprachige Autoren zitieren wir im Original. Fremdsprachige Zitate haben wir selbst übersetzt; bei geflügelten Worten halten wir uns an die eingebürgerte Fassung, bei Shakespeare an Schlegel/Tieck.
Urheberrecht
Bei Autoren, deren Werk noch geschützt ist, bringen wir nur kurze Zitate mit Angabe von Autor und Werk, wie es das Zitatrecht (§ 51 UrhG) erlaubt. Ganze Gedichte und Liedtexte geben wir nicht wieder.
Einen Fehler gefunden?
Sehr gut – darum geht es. Schreiben Sie uns an info@diezitate.de mit Zitat und Quelle, wir korrigieren es.