Themen / Gesellschaft

Zitate über Gesellschaft

Menschen in der Masse.

Geprüfte Zitate

19 Zitate mit bekannter Quelle.

Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die schlimmer ist, als wenn über einen geredet wird – nämlich, wenn nicht über einen geredet wird.
Quelle: Das Bildnis des Dorian Gray, Kap. 1 (1890)
Der Mensch ist das einzige Tier, das erröten kann. Oder muss.
Quelle: Dem Äquator nach, Kap. 27 (1897)
Der Mensch ist von Natur aus ein politisches Lebewesen.
Quelle: Politik, Buch I, Kap. 2
Die meisten Menschen führen ein Leben in stiller Verzweiflung.
Quelle: Walden, „Ökonomie“ (1854)
Die eine Hälfte der Welt versteht die Vergnügungen der anderen nicht.
Quelle: Emma, Kap. 9 (1815)
Geld ist wie Mist – nur nützlich, wenn man es verteilt.
Quelle: Essays, „Über Aufruhr und Unruhen“ (1625)
Wenn ein wahres Genie in der Welt erscheint, erkennt man es daran, dass sich alle Dummköpfe gegen es verbünden.
Quelle: Gedanken über verschiedene Gegenstände (1706)
Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
Quelle: Vom Gesellschaftsvertrag, Buch I, Kap. 1 (1762)
Sollen sie doch Brioche essen.

Rousseau schreibt es „einer großen Fürstin“ zu. Marie Antoinette war damals ein Kind in Wien – „Sollen sie doch Kuchen essen“ hat sie nie gesagt.

Quelle: Bekenntnisse, Buch VI (geschrieben um 1765)
Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.
Quelle: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, 6. Satz (1784)
Die Gesellschaft ist in jedem Zustand ein Segen, die Regierung aber selbst im besten Fall nur ein notwendiges Übel.
Quelle: Common Sense (1776)
Karl MarxBelegt
Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt … Sie ist das Opium des Volkes.
Quelle: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung (1844)
Es war die beste aller Zeiten, es war die schlechteste aller Zeiten.
Quelle: Eine Geschichte aus zwei Städten, erster Satz (1859)
Ungerechtigkeit irgendwo bedroht die Gerechtigkeit überall.
Quelle: Brief aus dem Gefängnis in Birmingham (16. April 1963)
Die Hölle, das sind die anderen.

Sartre erklärte später, er meine, wie wir uns durch die Augen anderer sehen – nicht, dass Menschen unerträglich seien.

Quelle: Geschlossene Gesellschaft (1944)
Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.
Quelle: Das andere Geschlecht (1949)
Gute Zäune machen gute Nachbarn.

Es ist der Spruch des Nachbarn, und der Erzähler des Gedichts bezweifelt ihn.

Quelle: „Mending Wall“ (1914)
Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
Quelle: Nachtgedanken (1844)
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Quelle: Die Dreigroschenoper (1928)

Berühmt, aber nicht von ihnen

Zitate zu diesem Thema, die meist der falschen Person zugeschrieben werden.

Albert EinsteinNie gesagt
Es ist erschreckend offensichtlich geworden, dass unsere Technologie unsere Menschlichkeit überholt hat.

Tatsächlich: Nicht in „The Ultimate Quotable Einstein“ oder einer anderen verlässlichen Quelle; laut Quote Investigator ein Internet-Meme um 2012.

Mahatma GandhiNie gesagt
Die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt lassen sich daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.

Tatsächlich: Nicht in Gandhis gesammelten Werken. Einen ähnlichen Gedanken formulierte der Theologe David Friedrich Strauß (1872).

Und diejenigen, die tanzten, wurden für verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten.

Tatsächlich: Keine Quelle in Nietzsches Werk; die Zuschreibung ist modern.

Den Grad der Zivilisation einer Gesellschaft erkennt man, wenn man ihre Gefängnisse betritt.

Die Spur: Meist den „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“ zugeschrieben, der Satz selbst wurde dort aber nicht gefunden.

Marilyn MonroeNie gesagt
Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin.

Tatsächlich: Auf Deutsch ein Buchtitel von Ute Ehrhardt (1994). Das englische Vorbild „Well-behaved women seldom make history“ stammt von der Historikerin Laurel Thatcher Ulrich (1976) – nicht von Marilyn Monroe.