Autoren / Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche: Zitate

1844–1900 · deutscher Philosoph

Nietzsche schrieb absichtlich in Aphorismen: kurze, explosive Sätze, die langsam gelesen werden wollen. Wir zitieren ihn im Original, mit Werk und Abschnitt.

8 echt · 1 falsch zugeschrieben

Wirklich von Friedrich Nietzsche

8 Zitate, im Werk oder bei einem verlässlichen Zeugen nachgewiesen.

Belegt
Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.
Quelle: Götzen-Dämmerung, „Sprüche und Pfeile“ 8 (1889)
Belegt
Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?
Quelle: Götzen-Dämmerung, „Sprüche und Pfeile“ 12 (1889)
Belegt
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
Quelle: Götzen-Dämmerung, „Sprüche und Pfeile“ 33 (1889)
Belegt
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!

Es spricht „der tolle Mensch“ in einem Gleichnis – eine Diagnose der Kultur, kein Jubel.

Quelle: Die fröhliche Wissenschaft, § 125 (1882)
Belegt
Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
Quelle: Jenseits von Gut und Böse, § 146 (1886)
Belegt
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
Quelle: Also sprach Zarathustra, Vorrede § 5 (1883)
Belegt
Nein, gerade Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.
Quelle: Nachgelassene Fragmente (1886/87)
Belegt
Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde.
Quelle: Also sprach Zarathustra, Vorrede § 4 (1883)

Nie gesagt

Berühmte Sätze, die zugeschrieben werden – aber verfälscht, ohne Quelle oder von jemand anderem sind.

Nie gesagt
Und diejenigen, die tanzten, wurden für verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten.

Tatsächlich: Keine Quelle in Nietzsches Werk; die Zuschreibung ist modern.