Themen / Freiheit

Zitate über Freiheit

Freiheit, Verantwortung und wer sie bekommt.

Geprüfte Zitate

34 Zitate mit bekannter Quelle.

Freiheit bedeutet Verantwortung. Deshalb fürchten sich die meisten Menschen vor ihr.
Quelle: Mensch und Übermensch, „Maximen für Revolutionäre“ (1903)
EpiktetZugeschrieben
Niemand ist frei, der nicht Herr über sich selbst ist.
Quelle: Fragmente, überliefert bei Stobaios
Wenn jemand nicht Schritt hält mit seinen Gefährten, dann vielleicht, weil er einen anderen Trommler hört.
Quelle: Walden, „Schluss“ (1854)
Wer grundlegende Freiheit aufgibt, um ein wenig vorübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.

Geschrieben in einem Steuerstreit mit den Eigentümern der Kolonie – der Kontext ist enger als der Slogan.

Quelle: Pennsylvania Assembly, Antwort an den Gouverneur (11. November 1755)
… dass die Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk nicht von der Erde verschwinde.
Quelle: Gettysburg-Rede (19. November 1863)
Auf eigene Weise irren ist besser, als auf fremde Weise recht haben.
Quelle: Schuld und Sühne, 3. Teil, Kap. 1 (1866) – Rasumichin
Ein Käfig ging einen Vogel suchen.
Quelle: Zürauer Aphorismen, Nr. 16 (1917/18)
Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
Quelle: Vom Gesellschaftsvertrag, Buch I, Kap. 1 (1762)
Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind.
Quelle: Unabhängigkeitserklärung (1776)
Ich habe auf dem Altar Gottes ewige Feindschaft gegen jede Form der Tyrannei über den Geist des Menschen geschworen.
Quelle: Brief an Benjamin Rush (23. September 1800)
Die einzige Freiheit, die ich meine, ist eine Freiheit, die mit Ordnung verbunden ist.
Quelle: Rede bei seiner Ankunft in Bristol (13. Oktober 1774)
Angst ist der Schwindel der Freiheit.
Quelle: Der Begriff Angst (1844)
Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.
Quelle: Preisschrift über die Freiheit des Willens (1839)
Ich bin kein Vogel, und kein Netz hält mich gefangen: Ich bin ein freier Mensch mit einem unabhängigen Willen.
Quelle: Jane Eyre, Kap. 23 (1847)
Widerspreche ich mir? Nun gut, dann widerspreche ich mir. (Ich bin groß, ich enthalte Vielheiten.)
Quelle: Gesang von mir selbst, § 51 (1855)
Ich bin ein Berliner.
Quelle: Rede vor dem Rathaus Schöneberg, Berlin (26. Juni 1963)
Ungerechtigkeit irgendwo bedroht die Gerechtigkeit überall.
Quelle: Brief aus dem Gefängnis in Birmingham (16. April 1963)
Es ist ein Ideal, für das ich zu sterben bereit bin.
Quelle: Erklärung vor Gericht, Rivonia-Prozess (20. April 1964)
Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.
Quelle: Der Existenzialismus ist ein Humanismus (1946)
Eine Frau braucht Geld und ein eigenes Zimmer, wenn sie Romane schreiben will.
Quelle: Ein Zimmer für sich allein (1929)
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
Quelle: „Die Pressefreiheit“, geplantes Vorwort zu Farm der Tiere (1945)
Nicht jeder, der wandert, ist verloren.
Quelle: Die Gefährten, Buch I, Kap. 10 (1954)
Alles fließe von selbst, Gewalt sei fern den Dingen.
Quelle: Sein Wahlspruch („Omnia sponte fluant, absit violentia rebus“)
Zwei Wege trennten sich im Wald, und ich – ich nahm den, der weniger begangen war.

Im Gedicht sind beide Wege „eigentlich gleich“; den Unterschied redet sich der Sprecher erst später ein. Frost meinte es halb als Scherz.

Quelle: „The Road Not Taken“ (1916)
Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Ein Jahrhundert später brannten 1933 auch Heines eigene Bücher.

Quelle: Almansor (1821)
Was darf die Satire? Alles.
Quelle: Was darf die Satire? (1919)
Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.
Quelle: Zur russischen Revolution (1918, veröffentlicht 1922)
Die Religionen müssen alle toleriert werden … denn hier muss ein jeder nach seiner Façon selig werden.
Quelle: Randbemerkung (22. Juni 1740)
Niemand hat das Recht zu gehorchen.
Quelle: Fernsehgespräch mit Joachim Fest (1964)
Sophie SchollZugeschrieben
Es fallen so viele Menschen für dieses Regime, es wird Zeit, dass jemand dagegen fällt.
Quelle: Überliefert aus ihren letzten Tagen (Februar 1943)
Wir wollen mehr Demokratie wagen.
Quelle: Regierungserklärung (28. Oktober 1969)
Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung.
Quelle: Rede im Bundestag (8. Mai 1985)
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Quelle: Der Hessische Landbote (1834)

Berühmt, aber nicht von ihnen

Zitate zu diesem Thema, die meist der falschen Person zugeschrieben werden.

VoltaireNie gesagt
Ich missbillige, was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.

Tatsächlich: Evelyn Beatrice Hall, die so Voltaires Haltung in „The Friends of Voltaire“ (1906) zusammenfasste.

Wenn das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei; wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit.

Tatsächlich: Die Monticello-Stiftung fand keinen Beleg; der Satz taucht erst im 20. Jahrhundert auf.