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Zitate über Zeit

Wie kurz sie ist und wie wir sie vergeuden.

Geprüfte Zitate

20 Zitate mit bekannter Quelle.

SenecaBelegt
Während man es aufschiebt, eilt das Leben vorüber.
Quelle: Briefe an Lucilius 1
SenecaBelegt
Wir haben nicht zu wenig Zeit, sondern wir verschwenden zu viel davon.
Quelle: Von der Kürze des Lebens 1
Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, auch nicht ein Tag; so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit niemanden glücklich und selig.
Quelle: Nikomachische Ethik, Buch I, Kap. 7
Die stärksten aller Krieger sind diese beiden – Zeit und Geduld.
Quelle: Krieg und Frieden, Buch 10 (1869) – General Kutusow
HeraklitZugeschrieben
Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.

Platons Paraphrase; Heraklits eigenes Fragment (B12) spricht von immer anderen Wassern, die denen zuströmen, die in dieselben Flüsse steigen.

Quelle: Nach Platon, Kratylos 402a
OvidBelegt
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Quelle: Briefe aus dem Pontus IV.10.5 („Gutta cavat lapidem“)
HorazBelegt
Nutze den Tag und traue so wenig wie möglich dem folgenden.
Quelle: Oden I.11 („Carpe diem, quam minimum credula postero“)
VergilBelegt
Die Zeit flieht unwiederbringlich.
Quelle: Georgica III.284 („Fugit inreparabile tempus“)
Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

Oft Burke oder Churchill zugeschrieben.

Quelle: Das Leben der Vernunft, Bd. 1 (1905)
Das Leben kann nur rückwärts verstanden, aber nur vorwärts gelebt werden.
Quelle: Tagebücher (1843)
Wer es wagt, eine Stunde Zeit zu verschwenden, hat den Wert des Lebens nicht erkannt.
Quelle: Brief an seine Schwester Susan (1836)
Es war die beste aller Zeiten, es war die schlechteste aller Zeiten.
Quelle: Eine Geschichte aus zwei Städten, erster Satz (1859)
Es hat keinen Zweck, zu gestern zurückzugehen, denn da war ich ein anderer Mensch.
Quelle: Alice im Wunderland, Kap. 10 (1865)
Geschichte ist mehr oder weniger Unsinn.
Quelle: Interview, Chicago Tribune (25. Mai 1916)
So kämpfen wir weiter, Boote gegen die Strömung, und treiben doch unablässig zurück in die Vergangenheit.
Quelle: Der große Gatsby, letzter Satz (1925)
Wir müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen, die uns gegeben ist.
Quelle: Die Gefährten, Buch I, Kap. 2 (1954) – Gandalf
Eure Zeit ist begrenzt, also verschwendet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben.
Quelle: Rede an der Stanford University (12. Juni 2005)
Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.
Quelle: Aphorismen I.1 (lateinisch „Ars longa, vita brevis“)
Die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.
Quelle: Grundlinien der Philosophie des Rechts, Vorrede (1820)
Sepp HerbergerZugeschrieben
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Quelle: Mündlich überliefert

Berühmt, aber nicht von ihnen

Zitate zu diesem Thema, die meist der falschen Person zugeschrieben werden.

Mark TwainNie gesagt
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

Tatsächlich: Der früheste bekannte Beleg ist ein Gedicht von John Robert Colombo aus dem Jahr 1970 – sechzig Jahre nach Twains Tod.

Die Jugend ist an die Jungen verschwendet.

Die Spur: Ständig Shaw zugeschrieben, aber in seinem Werk nie gefunden.

Franz KafkaOhne Quelle
Wer die Fähigkeit behält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt.

Die Spur: Stammt aus Gustav Janouchs „Gespräche mit Kafka“, einer Quelle, die die Forschung mit großer Vorsicht behandelt.

Karl MarxVerfälscht
Die Geschichte wiederholt sich: das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce.

Der echte Wortlaut: Aus „Der achtzehnte Brumaire“ (1852): Hegel habe vergessen hinzuzufügen, dass sich alle großen Tatsachen zweimal ereignen, „das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce“.

Nikola TeslaOhne Quelle
Die Gegenwart gehört ihnen; die Zukunft, für die ich wirklich gearbeitet habe, gehört mir.

Die Spur: Viel zitiert, aber keine Originalveröffentlichung gefunden.

Meister EckhartOhne Quelle
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht, und das notwendigste Werk ist stets die Liebe.

Die Spur: Im Netz allgegenwärtig, in Eckharts Predigten und Traktaten aber nicht nachgewiesen.